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Allgemeine Informationen

Auf dieser Seite werden einige Begriffe rund ums Wettkampfklettern näher erläutert.
Es soll versucht werden dem Außenstehenden einige Grundlagen zu vermitteln,
um mit den Fachbegriffen auf Wettkampfveranstaltungen etwas anfangen zu können.

Grundsätzlich finden Kletterwettkämpfe an künstlichen Kletteranlagen statt
und lassen sich in drei Wettkampfarten unterteilen:
Bei jeder dieser Disziplinen ist es erforderlich das ein, nicht am Wettkampf beteiligter,
Routenbauer den Teilnehmern entsprechende Routen bzw. Boulder in die Wand schraubt
an denen sich die Kletterer messen und vergleichen können.

Weitere Begriffe die im Zusammenhang mit dem Wettkampfklettern
von Bedeutung seien können sind:

 künstliche Kletteranlagen
Kletterwettkämpfe finden fast ausschließlich an künstlichen Kletterwänden statt, bei denen es sich meistens um beschichtete Holzplattenwände handelt. Diese Wände haben ein Löcherraster in denen die verschiedensten Griff- und Trittelemente, welche aus Kunstharz bestehen, verschraubt werden können. Dies ist Aufgabe des Routenbauers.
Wegen der wechselnden Wettbedingungen und der Gefahr eines Griffausbruches, werden Kletterwettkämpfe nur sehr selten an natürlichen Felsen durchgeführt. Es sei aber erwähnt, das es auch in Sachsen Kletterwettkämpfe gab und gibt, die in extra mit Griffen versehenen Steinbrüchen stattfinden.

 Schwierigkeitsklettern
Das Schwierigkeitsklettern ist die populärste Art des des Wettkampfes.
Dabei geht es darum, in einer sehr schweren Route so weit wie möglich zu klettern. Der Kletterer muss dabei jeden Sicherungspunkt der sich in der Route befindet ins Seil einhängen. In drei Runden, Qualifikation, Halbfinale und Finale, wird ermittelt welcher Kletterer der Beste ist. Dabei ist es entscheidend wieviel Ausdauer ein Teilnehmer hat. Sollte es im Finale einen Gleichstand unter den Erstplazierten geben, entscheidet entweder das Vorrundenergebniss, oder es wird ein Superfinale zwischen den Erstplazierten ausgetragen.
Der normale Ablauf eines Schwierigkeitswettkampfes sieht wie folgt aus:
Alle Teilnehmer befinden sich in der Isolation, während der Routenbauer die Route schraubt. Dann haben die Teilnehmer kurz, meistens 6 Minuten, Zeit sich die Route anzuschauen. Nachdem alle Teilnehmer sich wieder in der Isolation befinden, beginnt der erste Kletterer mit seinem on sight Versuch. Die anderen Teilnehmer dürfen ihn dabei nicht beobachten, damit sie sich keine Tricks abschauen können und nicht wissen, wie weit die Konkurrenten geklettert sind. In einigen Wettkämpfen dürfen die Teilnehmer sich gegenseitig zuschauen, diese Wettkämpfe nennt man flash-Wettkämpfe.   Am Ende entscheidet die Kletterhöhe die ein Teilnehmer erreicht hat.

 Bouldern
Boulderwettkämpfe erfreuen sich in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit.
Beim Bouldern handelt es sich um Klettern in Absprunghöhe, welches an ca. 4m hohen Wänden über Weichbodenmatten, praktiziert wird. Komplizierte Bewegungen und sehr maximalkräftige Belastungen stehen dabei im Mittelpunkt. Bei einem Boulderwettkampf geht es hauptsächlich darum, die meisten Boulder zu lösen. Es gibt mehrere Modi in denen ein Wettkampf ablaufen kann.
Beim internationalen Modus haben die Teilnehmern, in Qualifikation und Finale, jeweils 6 Boulder zu lösen. Wenn ein Boulderer seinen Durchgang beginnt, hat er zunächst 6 Minuten Zeit das erste Boulderproblem zu lösen. Dabei werden von einem Schiedsrichter die Versuche gezählt. Nach diesen 6 Minuten hat der Teilnehmer 6 Minuten Pause und gleichzeitig hat der nächste Boulderer Zeit für den ersten Boulder. Nach dieser Pause geht es dann zum 2. Problem. usw... Die Teilnehmer dürfen sich bei den Versuchen nicht beobachten.
Beim offenen Modus gibt es eine Vielzahl von Bouldern, für die alle Teilnehmer mehrere Stunden Zeit haben. Die Kletterer können sich dabei gegenseitig beobachten oder helfen, und sind an keine Reihenfolge der Boulder gebunden. Jeder Teilnehmer hat einen Laufzettel auf dem vermerkt wird, welche Boulder er in wieviel Versuchen geschafft hat.    Am Ende entscheidet bei den 2 Modi, wer die meisten Boulder klettern konnte und bei Gleichstand, wer die wenigsten Versuche dafü gebraucht hat.
Der dritte Modus nennt sich 'Shoot-Out' Modus und hat als Qualifikation eine offene Runde. Im Finale haben dann 8 Teilnehmer 4 Boulder die es zu klettern gilt. An jedem dieser 4 Probleme fallen die 2 schlechtesten Kletterer weg, bis am letzten Boulder 2 Teilnehmer gegeneinander antreten.

 Speedklettern
Speedkletterwettkämpfe sind in Deutschland recht selten zu finden.
Wie der Name schon sagt geht es dabei um Schnelligkeit. Die Kletterer klettern auf einer vergleichsweise leichten Route und werden mit einem Seil von oben gesichert, so daß sie die Sicherungspunkte nicht einhängen müssen. In der Qualifikation starten die Teilnehmer vorerst nur gegen die Zeit. Danach starten die 16 Schnellsten der Qualifikation gegeneinander, wobei immer der langsamere Kletterer ausscheidet, bis am Ende ein Sieger feststeht.

 Routenbauer
Der Routenbauer hat eine schwierige Aufgabe zu erfüllen. Es muss eine Route bzw. die Boulder so schrauben, das es nach Möglichkeit, nicht zu einem Gleichstand zwischen den Teilnehmern kommt. Ausserdem sollten bei einer Route nicht alle Kletterer schon innerhalb der ersten Meter abfallen, damit die Zuschauer auch etwas zu sehen bekommen. Damit einem Routenbauer das gelingt, sollte er das Teilnehmerfeld gut kennen und schon selber Wettkampferfahrungen haben.

 Route
Als Route oder Tour wird die Abfolge von Griffen in einer Wand genannt, die vom Routenbauer geschraubt wurde. Der Verlauf der Route wird durch die Sicherungspunkte vorgegeben. Diese müssen alle vom Kletterer eingehängt werden. Sollte ein Sicherungspunkt einmal nicht eingehangen werden, wird der Teilnehmer disqualifiziert. In einer Route dürfen alle Griffe und Tritte benutzt werden die nicht ausdrücklich als verboten markiert sind, wobei die Routen aber so geschraubt sind, das es dem Kletterer unmöglich ist, aus dem Routenverlauf hinauszuklettern.

 Boulder
Ein Boulder oder auch Boulderproblem besteht aus ca. 5-15 Griffen. Es ist bei jedem Boulder ein Start- und ein Topgriff markiert. Als Zwischenwertung gibt es meistens noch einen markierten Zonengriff. Der Kletterer muss immer am Startgriff beginnen und muss versuchen bis zum Topgriff zu klettern. Dabei spielt viel Kraft und Kreativität eine große Rolle. Bei einem erfolgreichen Durchstieg des Boulders im ersten Versuch spricht man von einem 'flash'.

 on sight
Von einer 'on sight' Begehung einer Route wird gesprochen, wenn ein Kletterer die Route durchsteigen kann, ohne vorher jemanden beim Durchstieg beobachtet oder selber probiert zu haben.

 flash
Beim Schwierigkeitsklettern bedeutet ein flash Durchstieg, das der Kletterer die Route noch nie probiert hat, jedoch schon andere Kletterer beobachtet hat wie sie dies taten.
Beim Bouldern spricht man vom Flash, wenn ein Boulderer einen Boulder im ersten Versuch schafft. Dabei ist es egal ob er vorher andere Kletterer beobachtet hat.

 Isolation
Isolation oder auch Iso genannt ist der Bereich, in dem sich die Kletterer bzw. Boulderer aufhalten, um sich aufzuwärmen und von wo aus sie die Wettkampfwand nicht sehen können.

zuletzt Aktualisiert: 06.03.2011  |  nach oben